Sommerrodeln, Wandern und Schlemmen am Steckenberg (Unterammergau)

Steckenberg

Ein richtig toller Erlebnisberg ist der Steckenberg in Unterammergau. Begeistert hat uns neben der Sommerrodelbahn und den weiteren Spielmöglichkeiten vor allem die wunderschöne Landschaft. Die Berge wirken noch recht sanft, die Schleifmühlenklamm eher wild-romantisch und das Dorf urbayerisch gemütlich (v.a. im Vergleich zum bekannteren Oberammergau). Und der Gasthof Schleifmühle ist ein richtiger Geheimtipp. Die Schleifmühle hat  nicht nur leckeres Essen mit (zumindest sonntags) bayerischer Live-Musik und einen Spielplatz zu bieten, sondern ist zudem ein Heuhotel mit Museum.

Rund um den Steckenberg kann man zahlreiche Überreste von Schleifmühlen entdecken. Kein Wunder, wurden doch in Unterammergau bereits seit dem 16. Jahrhundert Wetzsteine hergestellt. Wetzsteine benötigt man unter anderem für das Schärfen von Sensen. Zum Antrieb der Wasserräder wurde aus der Schleifmühlenklamm das Wasser abgeleitet.

Sommerrodelspaß und großer Spielbereich mit kleinem Tierpark

Unser Ausflug beginnt an der Steckenberg-Alm. Direkt bei der Alm befindet sich die Sommerrodelbahn, ein großes Spielareal und einige Tiere zum Bestaunen. Während der Große sich mit dem Papa gleich auf zur Rodelbahn gemacht hatte, habe ich mit dem Kleinen den Spielplatz erkundet. Besonders angetan waren wir vom Münz-Bagger und dem alten Traktor. Was fürs Auge (aber leider nicht zum Spielen) waren die alten Pistenraupen vor einer witzigen Skiwand. Begleitet wurden all unsere Aktivitäten von einer freilaufend Ziege. Sehr süß! Aber auch die Alpakas auf der Weide waren lieb anzuschauen. Die Spielmöglichkeiten neben der Alm waren für unsere Kinder nur bedingt geeignet. Die tolle Kinderseilbahn bietet zwar viel Spaß, aber für unsere Kinder war sie einfach zu hoch und zu schnell. Ich denke aber, dass Kinder ab ca. 7/8 Jahren mit dieser Seilbahn einen riesigen Spaß haben. Auch die Schaukeln auf diesem Spielplatz hängen für 4-jährige etwas zu hoch. Doch da unser Großer eh beim Sommerrodeln war, kein Problem für uns ;-).

Für die beiden Rodler ging es mit dem Schlepplift in einem doppelsitzigem Bob 310 Meter bergauf. Bei einem Gefälle von 8-20 Prozent sausten die Zwei anschließend wieder ins Tal. Ein toller Spaß zu familienfreundlichen Preisen. Eine Einzelfahrt kostet für Erwachsene (Stand 17.07.2016) 3,50 Euro. Kinder unter 8 Jahren fahren kostenlos im Bob der Eltern mit.

Gasthaus Schleifmühle, ein echter Geheimtipp für Bayernliebhaber

Die Steckenberg-Alm selbst haben wir nicht getestet und sind lieber in der rund 300 Meter entfernten Schleifmühle eingekehrt. Der Anblick des Gasthofes inkl. des kleinen Museums war einfach zu urig, um daran vorbeizugehen. Platz genommen haben wir auf der großen Sonnenterasse direkt am Spielplatz. Schon nach kürzester Zeit wurden wir durch die Live-Musik dreier bayerischer Bub´n inklusive Schuhplattler überrascht. Eine wirklich nette Atmosphäre. Und auch das Essen konnte überzeugen. Wir hatten uns einen Schweinsbraten und eine Brotzeitplatte ausgesucht. Beides äußerst reichlich, sodass unsere Kinder gut mitessen konnten. Zu guter Letzt haben wir uns noch die restaurierte Schleifmühle direkt neben dem Gasthof angeschaut.

Übrigen: Auch bei schlechtem Wetter lohnt sich sicher der Besuch des Gasthofes. Die Einrichtung ist wirklich urbayerisch und für die Kleinen gibt es Malsachen und eine Spielecke.

Familienfreundliche Wanderung zur Schleifmühlenklamm (nicht für Kinderwagen geeignet)

Vom Gasthaus Schleifmühle aus kommt man in wenigen Minuten (am großen, kostenpflichtigen Parkplatz am Ende der Pürschlingbahn-Straße vorbei) zum Eingang der Schleifmühlenklamm. Der Weg zur Klamm ist für Kinder ab ca. 4/5 Jahre geeignet. An manchen Stellen kann es etwas rutschig sein und die Wege sind ab und an ziemlich eng, aber immer gut gesichert. Die Tour ist leider nur ganz am Anfang für den Kinderwagen geeignet. Bereits nach ein paar Metern erreicht man die erste Brücke, die mit dem Kinderwagen wirklich unpassierbar ist. Da es bereits im ersten Teil einen Barfußpfad mit Sitzmöglichkeiten gibt, kann aber auch ein Elternteil mit dem Kinderwagenkind dort warten und sich die Zeit am Wasser vertreiben.
Der gesamte Weg ist schön schattig und bietet viele Möglichkeiten am Wasser zu spielen. Auch an heißen Tagen eine erfrischende Tour! Äußerst faszinierend fanden wir die vielen kleineren und größeren Wasserfälle. Besonders gut zu beobachten waren diese von den Brücken und Stegen.

Anfahrt

Von München aus erreicht man Unterammergau über die A 95. Nach Ende der Autobahn erreicht man Oberau. Von Oberau aus geht es über Ettal und Oberammergau nach Unterammergau.

Mein Fazit: Ein super entspannter Ausflug für die ganze Familie, bei dem nicht nur für Spiel & Spaß gesorgt ist, sondern bei dem auch Natur- und Schmankerlliebhaber voll und ganz auf ihre Kosten kommen.

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Bilder: Mama im Spagat

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