Ordnung ist das halbe Leben! Klingt spießig, oder?

Ordnung ist das halbe Leben

Dachte ich auch lange. Doch mit zwei Kindern merke ich, wie wichtig es ist, eine gewisse Grundordnung zu halten. Denn die Zeit, um Dinge lange zu suchen hat man als Mama einfach nicht mehr ;-). Viel einfacher ist es, wenn alle Dinge feste Plätze haben und nach Gebrauch auch wieder dorthin zurückgebracht werden. So findet man alle Sachen schneller wieder und vergeudet seine Zeit nicht mit unnötigem und nervenaufreibendem Suchen. Ein toller Nebeneffekt: Aufgeräumte Räume (und auch ein aufgeräumter Arbeitsplatz) sorgen für „aufgeräumte“ Gedanken. Und geordnete Gedanken sind befreiend und helfen dir dich zu entspannen. Bist du und dein Leben aufgeräumt, verlierst du nicht so schnell den Überblick und kannst auch komplexere Aufgaben ruhiger und gelassener angehen.

Doch wie kannst du für mehr Ordnung in deinem Leben sorgen? Hier meine 5 besten Ordnungstipps für zuhause.

  1. Wechsle einzelne Räume nie mit leeren Händen

Dieser Trick ist bei mir extrem wirkungsvoll und erspart mir viele extra Aufräumwege. Wenn ich von einem Raum in den anderen gehe, nehme ich immer etwas mit, was in den „Ziel-Raum“ gehört. Es ist erstaunlich, wie viele Dinge einfach so herumliegen und darauf warten, wieder an ihren Platz zurückzukehren. Wenn du also einen Raum verlässt, schaue dich kurz um, was du von dort (Wäsche, Geschirr, Schnuller, Müll…) in den nächsten Raum mitnehmen könntest. Idealerweise machen das alle Familienmitglieder! Für mich wirklich eine äußerst effektive Methode um ganz nebenbei Ordnung zu halten und keine Wege „umsonst“ zu gehen.

  1. Befolge die 10-Minuten-Aufräum-Regel

Suche dir einen oder mehrere feste Zeitpunkte am Tag, an denen du 10 Minuten lang aufräumst. Ich mache das beispielsweise immer morgens direkt nach dem Frühstück. In dieser Zeit räume ich nicht nur den Frühstückstisch ab, sondern auch die Spülmaschine aus und/oder ein, spüle ab und putze grob den Frühstücksbereich. Ich bin oft erstaunt, wie schnell das sogar mit anwesenden kleinen Kinder geht. Sie akzeptieren die Aufräumzeit meist. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel und das schnelle Aufräumen muss auch mal ausfallen.

  1. Nehme dir nicht zu viel auf einmal vor

Dich starrt ein riesiger Wäscheberg an, die Küche sieht aus wie S.. und deine Kinder verteilen massenhaft Spielsachen und andere Dinge in der ganzen Wohnung. Es herrscht Chaos pur und du fragst dich, wo du am besten anfangen sollst?! Dann fange dort an, wo du am schnellsten sichtbare Erfolge erzielen kannst. Wenn deine Kinder mit den Spielsachen zum Beispiel im Wohnzimmer noch spielen, dann macht es wahrscheinlich keinen Sinn, sie zum Aufräumen zu bewegen. Also lasse sie ruhig und räume in einem Zimmer auf, indem deine Kinder gerade nicht zugange sind. Das motiviert viel mehr, als den Kindern ständig hinterher zu räumen. Am Abend werden die Spielsachen dann gemeinsam einmal aufgeräumt.

Gut, bei sehr kleinen Kindern, die dir ständig hinterherlaufen und Chaos stiften, ist diese Methode natürlich schwierig ;-). Aber die Kinder werden größer und es wird besser.

4.) Bündle gleichartige Aufgaben

Du sparst Zeit und schonst deine Nerven, indem du gleichartige Aufgaben bündelst. Also spüle nicht fünfmal am Tag ab oder überweise täglich eine Rechnung. Versuche solche Aufgaben zu bündeln. Wasche zum Beispiel einmal am Abend ab, überweise einmal pro Woche alle offenen Rechnungen oder mache einmal pro Woche/pro Monat organisatorische Telefonate (z.B. Arzttermine) usw. Ich weiß, gerade mit Kindern ist das nicht so einfach. Auch ich werde sehr oft bei meinen Tätigkeiten unterbrochen, da ein Kind nicht einschlafen will, aufwacht und nach mir ruft oder ähnliches. Dennoch versuche ich soweit wie möglich, gleichartige Aufgaben zu bündeln. Es spart einfach wirklich Zeit und schont meine Nerven. Super finde ich daran zudem, dass ich mit dieser Methode gleich einen ganzen Schlag von Aufgaben auf einmal von meiner To-Do-Liste streichen kann und sie mir dann nicht mehr ständig im Kopf (lese hierzu auch meinen Artikel „Sechs Sofortmaßnahmen für einen entspannten Spagat zwischen Familie und Beruf„) herumschwirren. Das ist total befreiend ;-).

5.) Halte dich an die 2-Minuten-Regel

Erledige Dinge, die du innerhalb von 2 Minuten erledigen kannst sofort. Auf den ersten Blick vielleicht ein Widerspruch zum eben erklärten Tipp. Du denkst nun vielleicht, dass du schnell beispielsweise innerhalb von 2 Minuten beim Arzt einen Termin ausgemacht hast.  Bei mir klappt das oft leider nicht, da ich beim Arzt in der Warteschleife hänge oder gerade außerhalb der telefonischen Sprechzeiten anrufe… Deshalb ist für mich das Ausmachen von nicht dringenden Arztterminen eine Sache, die ich lieber bündle. Wohingegen ein schnelles Tisch abwischen nach dem Essen eine Aufgabe ist, die bei mir höchstens eine Minute beansprucht. Weitere Aufgaben, die bei mir recht fix gehen sind  Windeln und Feuchttücher am Wickelplatz auffüllen, einzelnes Geschirr in die Spülmaschine räumen, Einkäufe (auch die, die nicht in den Kühlschrank müssen) direkt nach dem Einkauf verstauen, Mülleimer leeren (und dann später mit runter nehmen), kurze E-Mails beantworten usw.

Punkt 4 und 5 gehen bei mir oftmals ineinander über. Wenn ich zum Beispiel sehe, dass ich an einem Tag viele E-Mails bekommen habe, dann beantworte ich sie lieber zu einem bestimmten Zeitpunkt zusammen. Wenn es aber nur 2-3 sind und ich schnell und kurz antworten kann, dann antworte ich sofort. Ihr seht also, dass man diese „Regeln“ natürlich nicht perfektionistisch beachten sollte, sondern sich einfach das rauspickt, was zum eigenen Lebensstil am besten passt.

Falls ihr mehr Ordnungstipps benötigt und/oder euch sogar Coachen lassen wollt, dann schaut doch einfach mal bei Julia Poetsch unter http://www.geliebte-ordnung.de vorbei. Ihr Coaching habe ich zwar nicht selbst getestet, aber viele ihrer Tipps sind super!

Wenn ihr mehr von mir lesen wollt, dann folgt mir doch auch auf Facebook. Freue mich auf euch ;-).

Bild: pixabay.com

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Comments

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  2. Antworten

    Der Tipp mit dem ‚Bündeln‘ ist echt super. Ich bedanke mich!

    Ich hatte immer ein eher kleinlautes Gefühl (früher hatte ich anstelle dessen sogar ein schlechtes Gewissen. Nicht mehr) wenn ich ein paar Lieferzettel ansammele um sie alle einzuscannen, statt einzeln. Das kann ich mir ja wirklich abschminken! Den Scanner und die Software anwerfen braucht ja seine Zeit also geht es schneller wenn ich mehrere mache. Mensch, manchmal stellt man sich aber auch selber ein Bein!

    Ich bin recht beschäftigt damit auszutüfeln versuchen woran es bei meiner ewigen Unordnungmacherei liegt. Wenn ich das mal kapiere, dann muss das Behalten vom Aufgeräumtsein doch einfacher sein. Das ist bei mir so Zeugs wie: es ist traute Gewohnheit, meine vielen Sachen sind wie ein Schutzwall, sie fühlen sich an wie Schätze die ich nicht verlieren will (wenn viel davon doch eher Gruscht ist), und was nicht noch so alles mit reinspielt. Ich werde das schon noch rausfinden!

    Alles gute dir und nochmal vielen Dank für die gute Anregung!

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