Ein Vereinbarkeitsversuch: Münchner Wiesn und zugeroaste Fränkin

Normalerweise schreibe ich ja eher über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Doch anlässlich der Wiesn widme ich mich heute mal einem ganz anderen Thema: der Vereinbarkeit von Wiesn und zugeroaste Fränkin! Auf den ersten Blick sieht da manch einer, trotz des auf der Wiesn vorhandenen Weinzeltes, eher schwarz. Doch wenn man sich wie ich, eine zugeroaste Fränkin, jahrelang eingehend mit der Wiesn beschäftigt, kann man so einige hoffnungsvolle Gemeinsamkeiten entdecken. Die Vereinbarkeit ist absolut möglich.

 Die Gemeinsamkeiten von Münchner Wiesn und fränkischen Weinfesten:

  1. Es sind feste für die ganze Familie mit langer Tradition!
  2. Gemütlich und gesellig ist es auf der Münchner Wiesn und auf fränkischen Weinfesten immer. Je länger der Abend, umso öfter wird auch mal die ein- oder andere Runde „geschmissen“. Nur auf fränkischen Weinfesten „muss“ man viel weniger Flüssigkeit zu sich nehmen, um einen gewissen Alkoholpegel zu erreichen.
  3. Auf der Wiesn gibt es auch Wein, auf vielen Weinfesten inzwischen auch Bier zu kaufen.
  4. Die Lieder sind bei beiden Festen gleich. Textlich hat man also als Franke so gar keine Probleme.
  5. Eine große Anzahl von stark alkoholisierten Menschen!
  6. Als Frau muss man bei beiden Eventtypen extrem lange an der Toilette anstehen.

Die Unterschiede zwischen der Münchner Wiesn und fränkischen Weinfesten:

  1. Für 10 Euro gibt es eine ganze Flasche Wein (zumindest in den ländlicheren Gegenden), auf der Wiesn gibt es für 10 Euro nicht mal mehr eine Maß…
  2. Auf fränkischen Weinfesten gibt es oft weniger Tracht, dafür aber viel mehr Ursprünglichkeit.
  3. Meist dürfen auf fränkischen Weinfesten alle Mitfeiern, die Lust dazu haben. Auch Kinderwägen können zu jedem Zeitpunkt zum Festplatz mitgenommen werden. Aber eigene Kinderwagenparkplätze wie neuesten auf der Wiesn am Familienplatzl habe ich auf fränkischen Weinfesten noch nie gesehen.
  4. Auf fränkischen Weinfesten gibt es maximal 2 Fahrgeschäfte und die sind „nur“ für Kinder. Allerdings kann es einem dort auch nicht passieren, leicht alkoholisiert in ein „Überkopf-Fahrgeschäft“ einzusteigen.
  5. Die Besucher sind nicht ganz so international und die Veranstaltung ist nicht ganz so multikulturell durchmischt, es sei denn, es kommen auch einige Besucher aus den Nachbardörfern hinzu ;-).
  6. Ich habe noch kein Weinfest erlebt, welches wegen Überfüllung geschlossen werden musste.

So, liebe Leser. Ihr seht also, die Vereinbarkeit von Wiesn und zugeroaste Fränkin ist geglückt. Ich freue mich auf die nächsten zwei Wochen, auch wenn ich mit meinen Kindern stark besuchte Tage meiden werde. Wann es besonders voll ist, könnt ihr übrigens dem Wiesnbarometer entnehmen.

Und für alle schwangeren Mamas kann ich noch den Artikel Mama im Dirndl – Trachtenmode in anderen Umständen empfehlen.

Mit diesem Artikel nehme ich an der Blogparade „O’zapft is – München und seine Wiesn” des Blogs der Stadt München teil.

Wenn ihr mehr von mir lesen wollt, dann folgt mir doch auch auf Facebook. Freue mich auf euch ;-).

Bilder: Mama im Spagat

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  1. Pingback: So lief unsere Blogparade „Ozapft is“! › Münchner Momente. Das Blog des offiziellen Stadtportals.

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