Mama im Spagat ist simple present oder Multitasking hat bei mir ausgedient …

Schluss mit dem Spagat

…hoffe ich zumindest nach der Lektüre des Buches Schluss mit dem Spagat.

Als ich das Buch Schluss mit dem Spagat von Felicitas Richter das erste Mal in den Händen hielt, musste ich natürlich grinsen. „Schluss mit dem Spagat“, ist für mich als Turnerin und Mama im Spagat fast eine Provokation ;-). Doch natürlich ist mir auch klar, wie der Titel gemeint ist. Denn auch in ich bin absolut der Meinung, dass uns Mütter der Spagat zwischen Beruf und Familie auf keinen Fall zerreißen darf! Und als Turnerin muss ich sagen, dass man einen Spagat (ob nun wirklich turnerisch gemeint oder im  übertragenen Sinne) auch mit viel Freude und Leichtigkeit ausüben kann.

Die Methode simple present im Alltagstest

Simple present, einfach präsent sein, das klingt wirklich simple. Aber ist das „simple present“ auch so einfach umsetzbar? Kann die Vereinbarkeit von Familie und Beruf mithilfe des Konzeptes von Felicitas Richter wirklich gelingen?

Um der Antwort näher zu kommen, habe ich das Konzept anhand des Buches  getestet. Ja, ihr lest richtig! Ich habe das Buch Schluss mit dem Spagat gelesen oder besser gesagt durchgearbeitet. Und natürlich habe ich als Turnerin keine Lust Schluss mit dem Spagat zu machen. Dennoch habe ich nichts dagegen, mehr Leichtigkeit in den Spagat zwischen Beruf und Familie zu bringen. Denn auch bei mir ist nicht alles perfekt. Es gibt sehr viele stressige Tage, Situationen die mich überfordern und die mich absolut an den Rande meiner Leistungsfähigkeit bringen. Genau deshalb, war ich so gespannt darauf, simple present anzuwenden und damit hoffentlich zu noch mehr Gelassenheit im Alltag zu gelangen.

Mit Multitasking rauscht das Leben an uns vorbei!

Zu jeder Zeit einfach voll und ganz präsent zu sein und sich in jedem Moment auf nur eine Aufgabe, Situation oder Mensch zu konzentrieren ist v.a. als arbeitende Mutter nicht einfach. Auch ich verfalle immer wieder in den Irrglauben, dass ich einfach vieles schnell und gleichzeitig erledigen muss, um all meine Aufgaben zu schaffen. Allerdings merke ich immer wieder, dass ich dadurch das Gefühl habe, gar nichts geschafft zu haben. Manchmal habe ich so viele Dinge erledigt, dass ich am Ende des Tages gar nicht mehr weiß, was ich alles getan habe! Ich sehe nur die unerledigten Aufgaben, anstatt darauf stolz zu sein, was ich alles geleistet und tolles erlebt habe! Das soll sich mithilfe der im Buch beschriebenen Aktivitäten Landkarte nun ändern. Die Aktivitäten Landkarte ist nur eine der zahlreichen Übungen aus dem Buch. Ich habe diese Übung ausgewählt, da ich gerade das Gefühl habe, das mich die vielen Aufgaben überrollen und ich geradewegs in die Stress- und Perfektionismusfalle trete. Also heißt es für mich nun, meine Aufgaben von oben und aus der Ferne zu betrachten. Denn so wird doch vieles ganz nichtig und klein (… „über den Wolken, muss die Freiheit wohl grenzenlos sein, alle Ängste alle Sorgen, sagt man, blieben darunter verborgen und dann, würde was uns groß und wichtig erscheint, plötzlich nichtig und klein“ – Reinhard Mey).

Die Aktivitäten-Landkarte

Bei dieser Übung stellt man sich vor, dass man sich in einem Heißluftballon befindet und über eine herrliche Landschaft schwebt. Dabei fühlt man sich ganz leicht und erhält einen tollen Überblick über das gesamte Gebiet. Nun ordnet man dieser Landschaft all die Dinge zu, die man den ganzen Tag lang erlebt und erledigt. Im Anschluss daran, zeichnet man diese Karte auf und unterzieht den Aufgaben einem Kompetenzcheck. So erfährt man, welche Aufgaben einem wirklich liegen und einem richtig Freude bereiten. Es tauchen aber sicher auch Aufgaben auf, die einem nicht so leicht von der Hand gehen und wenig Spaß machen. Vielleicht stellt man dann noch fest, dass man gar nicht für diese Aufgabe zuständig ist und sie ein anderer mit viel mehr Freude und Kompetenz lösen könnte. Also eine perfekte Aufgabe, zum Abgeben. Und selbst wenn es im Moment niemand geben sollte, der diese Aufgabe übernehmen kann, weiß man zumindest, dass diese Aufgabe einem absolut nicht liegt und man nicht unnötige Energie in sie stecken sollte. Ich bin mir sicher, dass irgendwann die Gelegenheit kommt, diese Aufgabe auch an jemanden anderen abzugeben.

Mein Fazit

Die Methode simple present klingt erstmal nicht neu, allerdings hat mich die Aufbereitung und klare Darstellung absolut überzeugt. Die vielen Übungen und Tipps zum entspannteren und glücklicheren managen von Familie und Beruf  sind äußert hilfreich und machen dieses Buch zu  einem nützlichen Begleiter. Ich werde sicherlich immer wieder mal die ein -oder andere Übung durchführen und mich damit an mein Vorhaben, das Multitasking sein zu lassen, erinnern.

Mit diesem Beitrag nehme  ich an einer Praxistest-Blogparade teil, die die Autorin ins Leben gerufen hat. Neben mir haben bereits Alu von GROSSE KÖPFE und Sascha von Selflab über diese Methode berichtet. Weiter geht es übermorgen mit Verena von Mami Rocks.

Wenn ihr mehr von mir lesen wollt, dann folgt mir doch auch auf Facebook. Freue mich auf euch ;-).

Bilder: Mama im Spagat

Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag  als Rezensionsexemplar und von der Autorin zusätzlich noch als Hörbuch zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank!

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