Mama-Coaches im Interview: Steffi von Emmali-Coaching

In meinem heutigen Interview stelle ich euch Steffi  von Emmali-Coaching vor. Mit ihren Angeboten spricht sie vor allem Mamas an, die sich wünschen, entspannter zu leben und zu erziehen. Gar nicht so einfach, bei dem oft herrschenden Erfolgs- und Erziehungsdruck seitens Gesellschaft und dem eigenen Perfektionismus-Anspruch. Wer auf der Suche nach Unterstützung beim sehr sensiblen und persönlichen Thema „Erziehung“ ist, findet in Steffi und ihrem Coaching-Programm sicher die richtige Ansprechpartnerin. Ich freue mich, dass du, liebe Steffi, bei meiner Serie „Mama-Coaches“ dabei bist!

Seit wann unterstützt du Mamas mit deinen Coachings und wie bist du dazu gekommen?

Direkt nach meinem Studium der Erziehungswissenschaften habe ich begonnen im Auftrag des Jugendamtes Familien und Mütter bei der Erziehung zu begleiten und zu unterstützen. Seit über 10 Jahren bin ich nun in der Arbeit mit Familien mit unterschiedlichen Schwerpunkten (Jugendsozialarbeit an Schulen, Familienberatung und Erziehungsbeistandschaften) tätig. Mein Online-Angebot mit dem 1:1 Coaching, der Erziehungsberatung, mit Blog und Online-Kursen gibt es seit Juni 2016.

Was macht dein Angebot so einzigartig?

Einzigartig wird es natürlich durch meine Persönlichkeit, denn jeder Coach ist anders und letztendlich müssen Coach und Ratsuchende zusammenpassen und sich sympathisch sein. Da ich nicht nur Erziehung theoretisch studiert habe, sondern neben meinen beruflichen praktischen Erfahrungen auch als 3-fache Mama viel unmittelbare Erfahrung habe, kann ich die meisten Situationen einfach sehr gut nachvollziehen und wirklich nachfühlen. Gerade bei diesem sehr persönlichen Thema „Erziehung & Familie“ liegen Theorie und Praxis nämlich oft sehr weit auseinander. Denn was bei fremden Familien und rein theoretisch gut und logisch erscheint, klappt in der eigenen Familie, wenn wichtige Emotionen dazukommen, oft weniger gut.

Anders oder besonders ist natürlich auch die Möglichkeit sich online coachen und beraten zu lassen. Dies ist für beide Seiten praktisch, weil man ortsunabhängig ist. Gerade Mütter haben einen sehr voll gepackten und oft durchorganisierten Tagesablauf; und ein zusätzlicher Außerhaus-Termin stellt dann nur noch einen weiteren Stressfaktor dar. Auch die Hemmschwelle ein Mama-Coaching bzw. eine Erziehungsberatung in Anspruch zu nehmen, ist online einfach geringer.

Wie läuft ein Coaching bei dir ab?

Zunächst einmal muss Frau sich für eines der Angebote entscheiden, also ob es eine E-Mailberatung, eine Coachingeinheit (90min.) oder ein ganzes Coaching-Paket sein soll. Die E-Mail-Beratung verläuft relativ unkompliziert. Einfach eine Mail mit der Erziehungs-Frage stellen und innerhalb von 24 Stunden eine Antwort erhalten. Bei den 1:1 Coachings findet erst ein kostenloses Strategiegespräch statt, in dem wir uns kennenlernen und testen, ob die Chemie stimmt und ob ich der richtige Ansprechpartner für das jeweilige Problem bzw. die jeweilige Situation bin. Wenn dies alles stimmig ist, wird das weitere Vorgehen besprochen; ich hole nötige Infos ein und dann vereinbaren wir einen Termin per Skype. In dieser 1:1 Situation besprechen wir dann (nach eingehender Vorbereitung durch mich) das Problem, finden geeignete Lösungswege bzw. eine umsetzbare, in den Alltag integrierbare Strategie.

Die E-Mail-Beratung und die Einzel-Coachings sind eher für kleinere und konkrete Probleme geeignet. Die Coaching-Pakete setzen tiefer an, dabei geht es v.a. um eine persönliche Weiterentwicklung bzw. Neuorientierung der jeweiligen Mutter. Die Voraussetzung aktiv mitzuarbeiten und an sich selbst zu arbeiten ist hier dringende Voraussetzung.

Welcher Mama-Typ findet am ehesten zu dir bzw. mit welchen Herausforderungen haben deine Kundinnen am häufigsten zu kämpfen?

Das lässt sich gar nicht so pauschalisieren. Die meisten Mütter, die ins Coaching kommen, stellen viel zu hohe Anforderungen und Erwartungen an sich, ihre Kinder und das Familienleben. Irgendwann wird das alles zuviel und sie merken, dass sie irgendwo etwas ändern müssen, weil der Spaß, die Freude und Leichtigkeit verloren gegangen sind. Da diese Erwartungshaltungen nicht selten weiter in der eigenen Vergangenheit gründen, geht es hier (wie oben bereits erwähnt) um eine persönliche Weiterentwicklung. Oft gewünschte Themen sind mehr Entspannung und Gelassenheit. Passend dazu biete ich ab 5. April 2017 eine kostenlose „Mama-Relax“-Challenge an. Wer mag, kann sich gerne noch hier mehr Infos holen oder anmelden.

Bei der Erziehungsberatung, mit kurz und knapp bearbeitbaren Fragen, sind es eher Themen wie der Umgang mit der sog. Trotzphase oder der Pubertät. Die Mamas suchen Rat wie sie mit diesen Herausforderungen umgehen können, ohne sich in Machtkämpfe und ständige Konflikte zu verstricken. Sinn und Unsinn von Grenzen, Strafen und Konsequenzen, Lernschwierigkeiten, Aggression und Angst, sowie richtige Konfliktlösung sind hier häufig Thema.

Wie sieht dein Alltag aus?

Wie bei allen Mamas wird es auch bei uns nie langweilig. Meine Töchter sind zwischen 10 und 15 Jahren alt und das ist mitunter ziemlich spannend, da hier 3 komplett unterschiedliche Persönlichkeiten aufeinander treffen. Grundsätzlich arbeite ich hauptsächlich vormittags. Der Nachmittag ist mit Hausaufgaben, Sport der Kinder und sonstigen Terminen ausgefüllt. Abends steht dann die Familie beim gemeinsamen Essen wieder im Vordergrund; hier besprechen und erzählen wir uns sehr viel und alles läuft ganz entspannt ab. Danach habe ich teilweise noch Coaching-Termine und nachdem die Kinder auf ihren Zimmern sind, nutzen mein Mann und ich die Zeit, um uns in Ruhe auszutauschen. Allerdings klappt das natürlich  nicht immer, weil jederzeit etwas dazwischen kommen kann. Das Wochenende dagegen ist mir und meinem Mann absolut heilig als Familienzeit. Wir versuchen, wenn möglich, wenige Termine zu legen und viel gemeinsam zu unternehmen (was unsere Kinder auch nicht immer so toll finden).

Findest du zwischen Familie und Beruf noch Zeit für dich selbst? Wenn ja, hast du Tipps für uns?

Mittlerweile ja. Früher war das leider nicht so. Allerdings muss man sich die Zeit auch einfach nehmen, ganz bewusst. Also, wenn die kleinen Kinder schlafen oder bei Freunden sind, nicht wie verrückt versuchen den Haushalt auf Vordermann zu bringen, sondern erst einmal 15-30 Minuten sich selbst etwas Gutes tun. Egal was, eine Tasse Tee und ein Buch, Füße hochlegen und an die Wand starren, Yoga oder meditieren oder auch ein bisschen kreativ werden. Das muss jede Frau für sich selbst entscheiden, was ihr gut tut und womit sie den Kopf frei bekommt.

Ich zum Beispiel liebe es, mich im Sommer in die Hängematte zu legen und ein Hörbuch zu hören oder zu lesen. Gartenarbeit oder nähen entspannen mich auch sehr. Und gerade, wenn der Tag sehr stressig war, nehme ich mir abends bewusst eine halbe Stunde, in der ich meditiere oder spazieren gehe. Die Kinder haben das vollständig akzeptiert und achten auch darauf, dass ich in dieser Zeit nicht gestört werde. Denn letztendlich kommt es ihnen ja auch zu Gute, wenn Mama entspannt und gelassen ist, weil sich das auch auf sie positiv auswirkt. (Da hätte ich jetzt noch so viel zu sagen, aber das würde wohl den Rahmen des Interviews sprengen ;-)…).

Also liebe Mamas, nehmt euch diese paar Minuten täglich für euch, auch wenn es fast unmöglich erscheint. Nicht nur ihr, sondern auch eure Kinder und Partner werden davon profitieren. In diesem Artikel habe ich einige Tipps für euch zusammengestellt und wünsche euch jetzt schon viel Freude beim Ausprobieren.

Liebe Grüße, Steffi

Bild: Stefanie Wenzlick

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