Worum ich meine Kinder beneide: Achtsamkeit bei Kindern

Achtsamkeit bei Kindern

Sicherlich kennt ihr das alle, eure Kinder ziehen sich unendlich langsam an, spielen hochkonzentriert  mit dem Essen und sammeln stundenlang Steine. Und was machen wir? Wir treiben sie weiter, müssen zur Arbeit, zum Einkaufen, zur nächsten Verabredung, unseren eng gestrickten Terminplan einhalten. Auf der anderen Seite investieren wir oftmals Zeit in Seminare zur Stressbewältigung, suchen verzweifelt nach Inseln der Ruhe für uns selbst und wundern uns, dass wir ausbrennen. Dabei könnte es doch so einfach sein, diese natürliche Achtsamkeit bei Kindern auch in unseren Alltag zu integrieren.

Achtsamkeit bei Kindern

Wir können so viel von unseren Kindern lernen und ihr ganz eigenes Tempo achten, wenn wir selbst ein klein wenig achtsamer sind. So könnten wir eigentlich ganz einfach gemeinsam mit den Kindern unser Leben entschleunigen. Und auch wenn ich weiß, dass ich mein Leben selbst in der Hand habe, beneide ich meine Kinder um ihre intuitive Achtsamkeit und Gelassenheit. Sie ruhen bei so vielen Dingen ganz in sich selbst und interessieren sich absolut gar nicht dafür, dass andere sie weitertreiben wollen. Sie kämpfen um sich und ihre achtsamen Momente und trotzen (oftmals im wahrsten Sinne des Wortes) ihren Antreibern. Ja, ich beneide sie darum, denn sie wissen ganz intuitiv, was gut für sie ist. Sie lassen sich nicht von der Hektik um sie herum anstecken, können ganz bei sich und ihrem Spiel sein. Das stimmt mich oft nachdenklich und erinnert mich daran, dass ich selbst öfter Innehalten sollte.

3 Achtsamkeitsübungen, die ich von meinen Kindern gelernt habe

Auch wir Erwachsenen können (zum Glück) Achtsamkeit üben und so wieder zu einem gelasseneren Leben finden. Die besten Achtsamkeitsübungen habe ich mir bei meinen Kindern abgeschaut. Diese Achtsamkeit bei Kindern ist nämlich total faszinierend. Auch wenn die folgenden 3 Achtsamkeitstrainings wissenschaftlich sicherlich nicht fundiert sind, helfen sie mir und meinen Kindern, achtsamer durchs Leben zu gehen.

1.) Steine betrachten

Meine Kinder lieben es, Steine zu sammeln. Bevor sie allerdings einen Stein mit nach Hause nehmen, wird er ganz genau ausgesucht. Gefühlte Stunden können sie auf dem Nachhauseweg von der Kita oder unseren Ausflügen in und um München einzelne Steine betrachten. Jeder für uns Eltern recht gewöhnliche Stein ist für sie etwas ganz besonders. Sie nehmen den Stein mit allen Sinnen wahr, betrachten seine Farbschattierungen, seine Form und befühlen die Oberfläche. Eine wunderbare Achtsamkeitsübung, die uns nicht nur uns selbst, sondern auch unseren Kindern näher bringt.

2.) Morgendliche Rituale

Gerade morgens drängt die Zeit. Meine Kinder haben aber so gar keine Lust, sich von mir drängen zu lassen. Sie möchten nach dem Aufstehen am liebsten erstmal eine Runde kuscheln, ein Bild malen oder in Ruhe mit ihren Sachen spielen. Wenn ich mir das genauer überlege, ist das eine ganz tolle Strategie um ausgeglichen und ruhig in den Tag zu starten. Bevor wir uns in die Hektik des Alltags stürzen, können auch wir Erwachsenen erstmal etwas für uns tun, etwas was uns gut tut! Dieses morgendliche Ritual hilft uns, den Tag glücklicher und gelassener entgegen zu gehen. Mein Ritual ist es, gemütlich am Frühstückstisch eine Tasse Kaffee zu trinken und ein Toastbrot zu essen! Und ja, dafür stehe ich etwas früher auf und bereite viele Dinge bereits am Vorabend vor.

3.)  Ich sehe was, was du nicht siehst

Ein absoluter Kinderspiel-Klassiker und eine wirklich tolle alltagstaugliche Achtsamkeitsübung. Denn bei diesem Spiel nimmt man seine Umwelt sehr bewusst war und konzentriert sich voll und ganz auf seine Umgebung. Wichtig ist dabei, dass man wirklich versucht, seine Umgebung bewusst wahr zu nehmen und nicht den Raum nur ganz schnell durchscannt. Bei der achtsamen Variante des Spiels geht es nicht um Schnelligkeit, sondern darum, den wahrgenommen Dingen seine volle Aufmerksamkeit zu schenken und ganz in der Gegenwart präsent zu sein.

Auf die Idee, hier diese beneidenswerte, natürliche Achtsamkeit bei meinen Kindern festzuhalten, hat mich Romy von ideas4parents gebracht. Sie rief nämlich zur heute bereits endenden Blogparade „#Kindereigenschaften – Worum ich meine Kinder beneide“ auf.

Bild: Mama im Spagat

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Comments

  1. Pingback: ideas4parents | Zusammenfassung - Blogparade #Kindereigenschaften - Worum ich meine Kinder beneide - ideas4parents

  2. Antworten

    Danke für den Beitrag und Deine Tipps: werden wir unseren Lesern gerne weiter empfehlen! 🙂

      • Nadja
      • 5. Juli 2017
      Antworten

      Freut mich, danke!

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