Tipps für entspannte Nachmittage zuhause mit den Kindern

Es gibt so Tage, an denen bin ich ganz froh mit den Kindern einfach mal zuhause zu sein. Denn vor allem mit dem Kleinen – er ist jetzt 2,5 Jahre alt – ist es in der verkehrsreichen Großstadt oftmals ganz schön anstrengend. An den allermeisten Tagen möchte der Kleine draußen nicht mehr im Buggy sitzen und ganz alleine Laufen. Das ist vor allem an viel befahrenen Ecken eine richtige Herausforderung für mich, zumal ich im Straßenverkehr auch auf den Großen noch ein Auge haben muss. Da wünsche ich mir vor allem zuhause eine sichere und entspannte Atmosphäre! Doch selbst das ist mit meinen wilden und sehr fantasievollen Rackern nicht immer ganz so einfach. Denn im Haushalt lauern eine ganze Reihe an Risiken und Gefahren. Damit auch mit Kindern ein sorgloses und entspanntes Wohnen möglich ist, sollte man auf einige Sicherheitsvorkehrungen im Haushalt achten. Welche das sind, erfährst du jetzt.

#Tipp 1: Gefährliche Gegenstände sicher verstauen

Wenn man Alltagsgegenstände immer gleich nach der Verwendung wegräumt, erspart man sich schon einige Sorgen. Denn obwohl vieles harmlos ist, können gewisse Dinge schnell zum Risikofaktor werden. Darunter zählen ganz besonders:

  • Kleinteile wegen Verschluckungsgefahr
  • Arzneimittel und Medikamente
  • Wasch-und Reinigungsmittel
  • Alkohol, Feuerzeug und Zigaretten
  • Batterien, Farben, sowie spitze und scharfe Gegenstände
  • Plastikbeutel (wegen Erstickungsgefahr)

Leider sind es nämlich genau diese Gegenstände, die auf Kinder eine große Anziehungskraft ausüben. Also lieber vorsorglich darauf achten, dass diese Dinge für eure Schätze nicht zugänglich sind.

#Tipp 2: gegen Stürze vorsorgen

Sturzgefahr ist eine der häufigsten Ursachen bei Verletzungen im Haushalt. So etwas passiert sogar bei mehr als der Hälfte aller Unfälle daheim! Um dem vorzubeugen, sollte man Folgendes beachten:

  • Spielzeug aus dem Laufweg räumen (gefühlt ist das meine Hauptbeschäftigung nachmittags zuhause ;-))
  • Eckenschutz in Kopfhöhe anbringen
  • Treppenschutzgitter einbauen
  • Sicherungen an Schubladen einbauen
  • Fenster und Türen kindersicher machen

Außerdem sollte man Möbel idealerweise fest an der Wand verankern, also zum Beispiel Schränke, Regale, und auch Kommoden. Meine Jungs klettern total gerne, und für sie gibt es kaum Interessanteres, als einen „Mount Schrank“ zu besteigen!

Kippt solch ein Schrank allerdings mal um, ist der Spaß vorbei. Daher unbedingt immer auf Sturz-und Kippgefahr achten – auch bei Stühlen und Sofas ist das wichtig! Und beim Wickeln, sollte man immer eine Hand am Kind behalten, egal wie ruhig das Baby gerade da liegt.

#Tipp 3: Kinderzimmer sichern

Auch im Kinderzimmer selbst kann man für mehr Sicherheit sorgen. Vermeidet deshalb diese Dinge:

  • Halstücher oder Kleidung mit Schnüren im Bettchen liegen lassen
  • Etagenbetten: lieber darauf verzichten
  • Kopfkissen: bei Babys unter einem Jahr ist das nicht nötig

Was allerdings echt hilfreich sein kann, sind folgende Tipps:

  • Abnehmbare Bettstäbe: die sorgen dafür, dass der Ausstieg übergangsweise erheblich erleichtert wird. Nach 9 Monaten fangen agile Babys nämlich damit an, sich selber am Bett hochzuziehen und so manch einer schafft es bereits ganz früh, über die Gitter zu klettern und aus dem Bettchen zu fallen.
  • Matratze vor dem Kinderbett: so fallen kletterfreudige Kinder wenigstens weich…
  • Schlafsäcke verwenden: damit ist auch eine weggestrampelte Bettdecke kein Problem

Mit diesen Vorkehrungen kann man nachts entspannter schlafen, auch wenn man natürlich nicht alle Gefahren beseitigen kann. Aber mit diesen kleinen Hilfestellungen reduziert man das Risiko für das Kind schon erheblich.

#Tipp 4: „Nass“-Gefahren minimieren

Am besten funktioniert das, indem man Badewannensticker-und Matten im Bad auslegt, sowie eine Anti-Rutschunterlage in der Wanne verwendet. Wichtig: auch wenn das Badewasser gerade am ablaufen ist, kann die Badewanne noch zur Gefahr für die Kleinen werden. Denn kleine Kinder können sogar an sehr wenig Wasser ertrinken. Außerdem gibt es noch zahlreiche andere Orte, die man unbedingt sichern sollte. Gartenteiche und Regentonnen etwa, sollten sicher abgezäunt werden.

#Tipp 5: für Schutz in der Küche sorgen

In der Küche muss man besonders aufpassen – Verbrennung, Verbrühung und Vergiftung sind die dort die häufigsten Unfallursachen. Aus diesem Grund sollte man dafür sorgen, dass folgende Dinge vor allem kleine Kinder nicht unbeaufsichtigt erreichen:

  • Zerbrechliches Geschirr
  • Messer
  • Sonstige Küchengeräte
  • Zusatzgefahren: herabfallende Vasen und heiße Getränke. Vorsicht: Kinder ziehen gerne an der Tischdecke!
  • Steckdosen in Greifdistanz mit einer Kindersicherung versehen

Eine gute Präventionsmaßnahme ist es, Pfannenstiele beim Kochen nach hinten zu drehen, damit Kinder nicht an den Griff gelangen. Außerdem empfiehlt es sich, ein Herdgitter anzubringen und einen Backofenschutz zu montieren.

Auch ein Nachmittag mit den kleinen Rackern zuhause kann ganz schön nervenaufreibend sein, wenn man seine Wohnung nicht ausreichend kindersicher gemacht hat. Denn Küche, Bad und Kinderzimmer bergen ihre ganz eigenen Gefahren, genauso wie herumliegende Gegenstände und Möbelstücke, die nicht sturzsicher sind. Aber wer die genannten Tipps beachtet, der hat eine sehr gute Basis für einen entspannten Nachmittag zuhause mit kleinen Kindern geschaffen!

Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr noch weitere Tipps, die man unbedingt beim Wohnen mit Kindern beachten sollte?

Und für alle, die eher ein grafisches Gedächtnis haben, gibt es hier nochmals alle Tipps auf einen Blick:

Grafik: Quelle SAGE Immobilien

Beitragsbild: Mama im Spagat

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