Kinderkleidung tauschen, verkaufen und verschenken – meine besten Tipps (Teil 2).

Kinderkleidung tauschen

Quellen die Kleiderschränke eurer Kinder auch bereits über? Dann wird es Zeit, wieder Ordnung zu schaffen und die zu klein gewordenen Kleidungsstücke zu verkaufen, zu tauschen oder zu verschenken. Welche Kindersachen sich überhaupt verkaufen lassen und wie ihr die Kleidung online verkauft, tauscht und versteigert, könnt ihr im ersten Teil lesen. Heute folgen noch ein paar weitere wirklich tolle Möglichkeiten, wie ihr schnell und zeitsparend die aussortieren Stücke weitergeben könnt.

Kleiderpakete verkaufen

Wem das Fotografieren, Beschreiben, Einstellen und Versenden von Kinderkleidung zu aufwendig ist, kann sehr gut erhaltene Markenware auch im Paket verschicken. Beim Paketversand spart ihr wirklich eine Menge Zeit, verdient allerdings vergleichsweise wenig. Getestet habe ich bereits Percentil (vormals Kirondo) und habe für 12-Teile (alles Markenware und absolut neuwertig) 17 Euro bekommen. Nicht gerade viel, aber dafür hat mich das ganze auch so gut wie gar keine Zeit gekostet. Kleidung rausgesucht, in eine Tüte gesteckt und das war es. Nach ein paar Tagen habe ich einen Preisvorschlag für die Kleidung bekommen. Den Preis habe ich so akzeptiert und den Betrag ganz bequem auf das Konto überwiesen bekommen. Wem der angebotene Betrag zu wenig ist, kann den Deal auch ablehnen und bekommt das komplette Paket zurückgeschickt. Zur Zeit nimmt Percentil keine Kinderkleidung an. Deswegen stelle ich euch ein paar Alternativen vor, die ich allerdings bisher noch nicht getestet habe.

Bei Vintage Kids & Family kann man seine Kleidung ebenfalls paketweise verschicken. Verkauft werden die Sachen entweder auf Provisionsbasis (d.h. man bekommt das Geld abzüglich 60% Provision, nachdem ein Artikel verkauft wurde) oder mithilfe des direkten Abkaufens durch Vintage Kids. Auch Vintage Kids sendet vorab ein Angebot an den potentiellen Verkäufer. Wenn beide damit einverstanden sind, sind die Kleidungsstücke sofort verkauft. Falls der Verkäufer mit dem Sofort-Kauf-Angebot nicht einverstanden ist, werden die Sachen auf Provisionsbasis angeboten.

Bei 2ndbrands kann man die Kleidung wie bei ebay oder Mamikreisel selbst fotografieren und online stellen. Allerdings braucht man sich nicht um den Versand kümmern. Sobald ein Artikel verkauft und bezahlt ist, kommt DHL mit dem entsprechenden Paketaufkleber direkt bei einem zu Hause vorbei. Der Verkäufer muss nun nur noch den entsprechenden Artikel ins Paket legen und fertig. Klingt echt praktisch!

Auch Kinderado setzt auf einen komfortablen und einfachen Versand der Kinderkleidung. Bei dieser Plattform kann man seine Kleidung paketweise einstellen und verkaufen. Das spart natürlich Zeit. Im Gegensatz zu ebay (da kann man natürlich auch ein Pakete einstellen), muss man sich nicht um den Versand des Paketes kümmern. Denn sobald ein Paket gekauft wurde, bekommt man eine Nachricht von Kinderado und eine bereits frankierte Paketmarke zugesandt. Diese muss nur noch ausgedruckt und auf das Paket geklebt werden. Eine Besonderheit v.a. im Vergleich zu ebay: Man kann Pakete auch mit anderen Familien tauschen.

Facebook-Gruppen nutzen

Wer sich gerne den Versand der Artikel spart, sollte die ausrangierte Kinderkleidung in einer lokalen Facebook-Gruppe tauschen, verkaufen oder verschenken. Für die meisten großen Städte existieren solche Gruppen. Der Nachteil daran: Die Gruppen werden meist privat organisiert, sodass man Übergabeort, Bezahlung usw. selbst mit den Interessenten absprechen muss. Das kann unter  Umständen viel Zeit kosten. Für München gibt es beispielsweise die Gruppe Baby- und Kindersachen Second Hand München mit rund 11.500 Mitgliedern.

Spenden und gutes Tun 

Eine tolle Möglichkeit, die immer und überall möglich ist, ist das Spenden der gebrauchten Kinderkleidung. Wer seine Kleidung nicht in Kleidercontainer stecken möchte, sollte einfach mal bei Kirchengemeinden, Vereinen oder direkt bei Second-Hand-Läden und Sozialkaufhäusern anfragen. In München gibt es beispielsweise einen tollen Second-Hand-Laden namens Kinderkram, welcher ausschließlich gespendete Kleidung und Kindersachen verkauft. Mit den Einnahmen der gespendeten Sachen, finanziert der kleine Laden betreute Praktikums- und Arbeitsplätze für leistungseingeschränkte und sozial benachteiligte Mädchen und Frauen!

Wer es lieber bequem mag und seine Kleidung ohne Recherchen los werden möchte, kann auch einfach sein Paket packen und beispielsweise an Packmee senden. Die Erlöse (nicht die Kleidung selbst) gehen an das Deutsche Rote Kreuz. Weitere nützliche Infos zum Thema Kleider spenden gibt es beispielsweise auf www.fairwertung.de. Auf dieser Seite kann man u.a. sehen, welche Altkleidercontainer wirklich von gemeinnützigen Sammlern betrieben werden.

Kleidung gegen Gutschein im Handel zurückgeben

Auch bei dieser Option steht nicht das Geld verdienen im Vordergrund. Vielmehr kann man damit einen Beitrag dazu leisten, alte Kleidung immer wieder neu aufzubereiten und verwenden zu lassen.  Wie funktioniert das: Globale Dienstleister, wie zum Beispiel I:CO sammeln aussortierte Kleidungsstücke und Schuhe bei verschiedenen Retail-Partner wie H&M oder Columbia. Hierzu sind in den Läden spezielle Sammelcontainer aufgestellt, in die man einfach seine aussortierte Kleidung stecken kann. Als kleines Dankeschön erhält man einen Gutschein für den jeweiligen Laden, den man beim nächsten Einkauf einlösen kann. Solche Sammelsysteme sind sicherlich nicht unbestritten, da die Ware teilweise gewinnbringend weiterverkauft wird. Vorwiegend nach Afrika oder Osteuropa. Positiv daran ist dennoch, dass bis zu 40 Prozent  der Ware re- oder downgecycelt wird. Wer mehr zu diesem Thema wissen möchte, sollte den Artikel Gebrauchte Kleidung: Wo landen Altkleider wirklich? von Heike Baier lesen.

Mit befreundeten Mamas Kinderkleidung tauschen

Einen riesen Spaß bringen auch Tauschpartys mit befreundeten Mamas oder Nachbarn. Neben dem Tausch können so ganz tolle neue Freundschaften entstehen.

Extra-Tipp – Kinderkleidung einfach leihen

Zu guter Letzt kann ich euch noch empfehlen, Kinderkleidung einfach zu leihen. Das spart unheimlich viel Zeit, da man die zu klein gewordenen Sachen bequem zurückgeben kann. Ökologisch absolut top! Getestet und für sehr gut befunden habe ich den Kinderkleidungs-Mietshop Kilenda.

Was macht ihr mit zu klein gewordener Kinderkleidung? Verkaufen, Spenden, Verschenken?

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